[de] Die Katastrophe wiederholt sich

Nach dem Dammbruch von Mariana im November 2015 brach am 25. Januar 2019 wieder ein Rückhaltebecken gefüllt mit Eisenerz-Schlamm. Wieder in Minas Gerais. Wieder ist der ehemalige Staatskonzern Vale beteiligt. Diesmal trifft es den Rio Paraopeba, einen Zufluß des Rio São Francisco der für die Wasserversorgung des trockenen Nordostens von großer Bedeutung ist.

Wir sprechen zunächst mit Carine Guedes Ramos von der Bewegung der Staudammbetroffenen (MAB) über die Arbeit mit den direkt von dem Dammbruch Betroffenen und die juristischen und politischen Konsequenzen dieser Umweltkatastrophe. In der zweiten Hälfte des Programms sind wir verbunden mit Camila Nobrega die an der Freien Universität Berlin zum Thema Staudämme promoviert und gerade vor Ort ist.

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Links:

[de] Nachhaltig ist so was nicht – Wasserkraftwerke im Amazonas

Wasserkraft als Entwicklungsmotor: Das wird in Lateinamerika seit einem
halben Jahrhundert immer wieder als energiepolitischer Königsweg
gepriesen. Viele Regierungen, Bauunternehmen und Industrievertreter
geraten noch heute in Verzückung, wenn sie am Rio Marañon oder am
Tapajós den Bau riesiger Dämme und Staubecken konzipieren. Allein im
Quellgebiet des Amazonas sind 240 neue Wasserkraftwerke geplant.

Doch die scheinbar so saubere Energiequelle bringt eine ganze
Latte Nebenwirkungen mit sich: Zwangsumsiedlungen, Umweltzerstörung und
eine hohe Schuldenlast für den Staatshaushalt. Zudem sind die Kraftwerke
selten Teil einer nachhaltigen Entwicklungsstrategie, sondern der
Lebenssaft für Bergbau und Agroindustrie. So sieht es zumindest unser
Berliner Studiogast Thilo Papacek von der Initiative Gegenströmung, mit
dem wir in einer Stunde dem Hydrohype das Wasser abgraben.

Gäste:

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+1C@fé-Team:

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