[de] 1. internationale Treffen für die Demokratie und gegen den Staatsstreich in Brasilien

Vom 27. bis zum 29. Januar trafen sich in Amsterdam verschiedene Gruppen undVereinigungen von in Europa lebenden Brasilianern, die sich für die Demokratie in Brasilien und gegen die Regierung von Michel Temer stark machen.

Cecilia de Carvalho Rodrigues, die sich in der Gruppe „Brasileirxs em Frankfurt
contra o retrocesso („BrasilianerInnen in Frankfurt gegen den Rückschritt“) engagiert, war bei dem Treffen dabei und berichtet uns in dieser Sendung von ihren Eindrücken der Veranstaltung, den inhaltlichen Themen und darüber, wie wichtig es ist, sich als politische Gruppe mit anderen Gruppen und Kollektiven, die sich mit ähnlichen Themen auseinandersetzen, zu vernetzen, auszutauschen und zu begegnen.

Gäste:

avatar Cecilia de Carvalho Rodrigues

+1C@fé-Team:

avatar Fabian Kern Paypal Icon
avatar Jaqueline Deister
avatar Annika Troitzsch

 

Links:

  • Kollektiv gegen Temer von Peter Steiniger, Artikel zum Treffen in Amsterdam (deutsch)
  • Ausschnitte des Podcasts auf Deutsch im Freien-Radio-Netz
  • Musik: Música pela democracia, das Lied zu der Bewegung
  • Musiktipp von Cecilia: Falo von Carne doce
    “Ein Moment bei dem Treffen in Amsterdam, der mich besonders begeistert hat, war  die Teilnahme von Márcia Tiburi, die übers Internet zugeschaltet war. Ihre Worte haben uns wachgerüttelt. Deshalb möchte ich euch gerne noch ein Lied ans Herz legen, das bei mir ein ähnliches Gefühl ausgelöst hat wie die Rede von Márcia Tiburi. Eine Art des Sich-Identifizieren-Könnens, sicherlich auch hinsichtlich
    meiner eigenen Erfahrungen als Frau. Das Lied „Falo“, mit Text und Melodie von Salma Jô, Sängerin der Band Carne doce, klingt zwar harmlos und schön, aber es verurteilt auf eine wunderbar poetische Art die verschiedenen Wege, auf denen unterschwellig und symbolische Gewalt auf Frauen ausgeübt wird – zum Beispiel wenn durch bestimmte sprachliche Formulierungen Frauen das Wort genommen wird  und bestimmte Orte des Diskurses für Frauen einzig und allein wegen ihres Geschlechtes weniger zugänglich sind.
    Es ist an der Zeit, sich dem zu widersetzen – jetzt und immer.”