[de] Umweltderegulierung während der COVID-19-Krise in Brasilien

Im Jahr 2019 hat die ganze Welt auf das brennende Pantanal und Amazonien geschaut. Die Fläche des zerstörten Gebiets entsprach den Bundesstaaten São Paulo und Rio de Janeiro zusammen. Zum Vergleich: das entspricht etwa 80 % der Fläche Deutschlands. Brände sind in Dürreperioden häufig, wurden jedoch durch die illegale Entwaldung in der Region verschärft. Zu dieser Zeit kritisierten zahlreiche Staatsoberhäupter Brasilien wegen seiner Trägheit. Deutschland setzte, wie auch Norwegen, die Überweisung von Millionen Euro an den Fundo Amazônia aus.

Die Umweltsituation in Brasilien hat sich seitdem nicht verbessert. Um die Sache noch schlimmer zu machen, gab der derzeitige Umweltminister Ricardo Salles in der Aufzeichnung einer Kabinettssitzung im April dieses Jahres bekannt, dass es angesichts der Zunahme der Zahl der COVID-19-Fälle in Brasilien ein günstiger Zeitpunkt für eine Deregulierung wäre. Während die Aufmerksamkeit der Medien auf die Pandemie gerichtet ist, sollen durch die Änderung von Umweltgesetzen Rodungen erleichtert und die Strafen, die bisher bei Verstößen verhängt wurden, verringert werden.

Viele Organisationen in Brasilien haben sich mit großer Vehemenz gegen diese Rede positioniert, darunter auch der WWF Brasil. Für den heutigen Podcast erläuterte der Geschäftsführer des WWF Brasilien, Mauricio Voivodic, ausführlich die aktuelle Situation im Land und die Position der aktuellen Regierung zum Umweltproblem. Zudem lieferte er wertvolle Beiträge zur internationalen Zusammenarbeit und zu Möglichkeiten der Erzeugung internationalen Drucks auf die Regierung mit dem Ziel unsere Natur und Umwelt, dieses einzigartige Gut, zu schützen.

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