[19/08/13] Salvador da Bahia

An unserem letzten Tag in Juazeiro wurden uns die Auswüchse der Agrarindustrie gezeigt und wir besuchten eine weitere Gemeinde die nach dem Fundo e fecho de Pasto arbeitet. Außerdem konnte ich noch gemeinsam mit Harald und Maria einen +1C@fé Podcast aufnehmen den ihr nicht verpassen solltet.

Stausee einer Fundo e fecho de Pasto Gemeinde

Von Donnerstag auf Freitag fuhren wir dann mit dem Nachtbus nach Salvador da Bahia. Eine Stadt die ich schon bei meinem ersten Brasilien Aufenthalt 2012 für ein paar Tage besucht hatte. Ich muss allerdings sagen, dass sich seitdem viel verändert hat. Der Strandboulevard wird an Wochenenden für Autos teilweise geschlossen und es lassen sich zahlreiche Sportler, teilweise sogar auf Fahrrädern blicken. Auch die historische Altstadt wurde in den letzten sieben Jahren deutlich aufgehübscht. In Salvador kamen wir auch zu unseren ersten beiden ernsthaften Forró Abenden mit Live Musik und Tänzer*innen.

Salvador da Bahia von der Fähre in Richtung Morro de Sao Paulo fotografiert

Außerdem besuchten wir am Montag das CESE-Büro. Das ökumenische Menschrechtszentrum CESE wurde in den düstersten Zeiten der Militärdiktatur gegründet und wird durch internationale zu größten Teilen kirchlich orientierten Organisationen finanziert. Die gesammelten Mittel verteilt die Organisation dann an Projektträger im ganzen Land mit einem Schwerpunkt auf der Region des Nordostens. Natürlich spürt auch die CESE den Haßdiskurs durch den neuen Präsidenten Bolsonaro für den alle Menschenrechtsverteidiger*innen nur verabscheuungswürdige (Kultur-)Kommunisten sind die aus dem Ausland finanziert werden um den Fortschritt in Brasilien zu behindern. Mit dieser Berufung auf ein politisches Schlagwort der US-amerikanischen neuen Rechten stellt sich Bolsonaro in eine Reihe mit Trump, Orban und Salvini. Es ist natürlich völlig absurd, dass jemand neben seiner dritten Ehefrau steht und den Schwulen in Brasilien vorwirft die traditionelle Familie zu zerstören aber wen kümmern heute noch Fakten?

Am heutigen Dienstag haben wir uns dann aufgemacht in das kleine Urlaubsparadies Morro de Sao Paulo. Hier fahren zumindest im Dorfbereich der Anlegestelle keine Autos. Das Gepäck der Ankommenden wird von fleißigen Träger*innen in Schubkarren zu dem gewünschten Hostel gefahren. Hier machen wir jetzt ein paar Tage wirklichen Strandurlaub.

Ankunft am Morro de Sao Paulo

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