[de] Kein Recht auf Leben?

Die Lage der Indigenenrechte unter Präsident Bolsonaro

Seit dem Beginn der Amtszeit des rechtsextremen und neoliberalen Präsidenten Jair Bolsonaro Beginn des Jahres 2019 steht es um Indigenenrechte in Brasilien immer schlechter: strukturelle Repressionen und offene Gewalt nehmen zu, die Indigenenbehörde FUNAI bekommt Zuständigkeitsbereiche abgesprochen und die Regierung erschwert NGOs und Aktivist*innen die Arbeit. Wir sprechen in der Sendung mit Flavio Machado vom Indigenen Missionsrat CIMI und mit Glicéria Tupinambá, der Schwester von Cacique Babau, dem Leader der Tupinambá de Olivença. Glicéria und ihre Familie erfuhren in der Vergangenheit immer wieder Morddrohungen, weil sie sich für die Landrechte der indigenen Gemeinschaft Tupinambú de Olivenca einsetzen. Jüngst ist der in einer Whatsapp-gruppe organisierte Mordplan gegen sie aufgedeckt und von den Tupinambá zur Anzeige gebracht worden. Beteiligt an dem Mordplan sind Milizen, Landwirte und Teile der Polizei.

Flavio Machado und Glicéria Tupinambá befinden sich gerade in Genf, wo sie beim Hochkommissariat für Menschenrechte der UN als Berater über die Situation der Indigenenrechte in Brasilien vor allem auch im Zusammenhang mit der neuen Regierung unter Bolsonaro berichten. Wir sprechen mit ihnen über ihre Kämpfe, die Aussichten auf Unterstützungen durch die UN und auch die EU und über das Leben in einem Alltag, der von Morddrohungen durchschnitten wird.


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